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Das expressionistische Lutherhaus in Heidelberg
Heidelberg: Ehem. Lutherhaus Kirchstr. 2 (c) Nina Probst / DSD
 
Das expressionistische Lutherhaus in Heidelberg
Hochwertige farbige Bleiglasfenster, die auf bauzeitliche Stiftungen zurückgehen

Am Dienstag, den 19. August 2025 um 14.00 Uhr übergibt Helen Heberer, Ortskuratorin Mannheim der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), bei einem Pressetermin vor Ort im Beisein von Petra Görlach von Lotto Baden-Württemberg dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 80.000 Euro für die Restaurierung der Holzrahmen an den Fenstern des Lutherhauses in Heidelberg an Bürgermeister Jürgen Odszuck. Das expressionistische Bauwerk gehört nunmehr zu den über 430 Denkmalen, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Das ehemalige Lutherhaus mit Toreinfahrt liegt in der Heidelberger Weststadt unweit des Neckars. Es wurde zwischen 1926 und 1928 nach Plänen des Architekten Philip Hettinger für die evangelische Gemeinde gebaut. Seit 2003 beherbergt das Gebäude die städtische Musik- und Singschule.

Zum Objekt:

Das Lutherhaus ist ein qualitätvoller Bau des Expressionismus mit Seltenheitswert in Heidelberg. Die Innenausstattung ist großenteils erhalten, darunter hochwertige Schreiner- und Stuckarbeiten sowie Türdrücker, Lampen und Ähnliches. Besonders hervorzuheben sind die farbigen Glasfenster im ersten Obergeschoss, die Persönlichkeiten der Kirchengeschichte darstellen. Bei den Fenstern handelt es sich um originale, hochwertige farbige Bleiglasfenster, die auf bauzeitliche Stiftungen zurückgehen und Teil einer reichen Innenausstattung sind.

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen viergeschossigen Sandsteinputzbau mit rückwärtigem Saalbau. Der Architekt wählte neuklassizistische Motive, die er expressiv abwandelte: die aus dorischen Säulenschäften entwickelten, spitzgratigen Gewände des Haupteingangs, die kolossal angelegten Blendbögen und das auffällige Attikafries in einer Variante antikisierender Mäander. Der Saalbau greift mit hohen Rundbogenfenstern ein wesentliches Motiv des Vorderhauses auf, bleibt im Ganzen jedoch einfacher gestaltet.
 
Eintrag vom: 21.08.2025  




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